Projekt Beschrieb

Das im Jahre 1998 von der UNICEF aufgebaute Trinkwasserversorgungssystem in der Region Anse Rouge ist in Teilen nicht mehr in Betrieb. Gründe: Freigespülte und beschädigte Leitungen aufgrund von starken Niederschlagsereignissen; Kapazität der Hauptleitung nicht mehr ausreichend, um die gewachsenen Siedlungen zu versorgen; verschiedenen Defizite bei den Wasserkomitees in organisatorischer, personeller und technischer Hinsicht. Projektziel: Verhindern des Totalausfalls der Wasserversorgung, d.h. die lebensnotwendige Infrastruktur wieder fit für die Zukunft zu machen. Aktivitäten: Reparatur von Leitungen und Brunnenstationen sowie Einbau von leistungsfähigeren Leitungen. Zudem Stärkung der Wasserkomitees sowie  Sensibilisierung der Wassernutzer zu Themen wie Wasserversorgung, Hygiene und Gesundheit. Mit dem Projekt werden acht Dörfer mit rund 16‘000 Menschen unterstützt.

Projekt Status

Seit April 2017 wurden in zwei Phasen rund 14 km Wasserleitungen und 10 Brunnenstationen repariert bzw. erweitert. Zudem wurde eine neue Verbindungsleitung von Bonal nach Point des Mangles erstellt, um die drei Küstendörfer besser abzusichern. Bei unserem letzten Besuch Ende Mai 2018 sind wir das gesamte Leitungsnetz abgefahren und haben die Brunnenstationen besucht. Für jede Brunnenstation gibt es eine verantwortliche Person, die 1-2 mal am Tag das Wasser freigibt. Eine Brunnenstation fasst rund 5000 Liter Wasser. Das gesamte System wird von einem Wasserkomitee gemanagt, welches aus Vertretern der 8 Dörfer besteht. Es war eine Freude zu sehen, wie das Wasser aus den Brunnen strömte und es ist eine Freude zu wissen, dass die Menschen nun wieder im eigenen Dorf das Wasser beziehen können. Einzig das Dorf Coridon an der Küste ist noch nicht angeschlossen. In einer dritten Phase sollen nun die restlichen 6 km Leitungen und 5 Brunnenstationen angegangen werden. Für diese dritte Projektphase sind wir auf Unterstützung angewiesen und freuen uns über jeden Beitrag. Herzlichen Dank!

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